Peter Alexander Christerer Erinnerungen

Widmung

Dieses Buch ist jemanden gewidmet, den ich von ganzen Herzen liebe und achte. Noch nie wurde ich von diesem Menschen im Stich gelassen oder gekränkt.

Dieses Buch ist mir gewidmet.

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A new star is born - Corinna mp3 hören?

So lief das Leben seinen sozialistischen Gang und alles war mehr oder weniger "normal", geprägt vom für die Familie Geld verdienen. Ganz so einfach war es nicht als Alleinverdiener, doch frei nach Monaco Franze: "A bisserl wos geht imma", funktionierte es schon. Nicht schön (hier weiß ich allerdings die Jahreszahlen nicht mehr) war, dass sich Herbert arbeitstechnisch für mehrere Jahre nach Afrika verzog. Für ihn freute es mich und dort hat er ja auch mit Christiana die Frau fürs Leben gefunden und zwei coole Jungs gezeugt. Doch hier in Deutschland hinterließ er schon eine Lücke. Im Freundeskreis war das "Flügge" werden auch so ziemlich abgeschlossen. Sehr gut erinnern kann ich mich noch an die superschöne Verlobungsfeier von Robert und Rita in Lofer. Allerdings sind auch hier die genauen Daten im Nirvana verschwunden. Die meisten von uns waren ganz einfach mit dem Auf- und Ausbau einer eigenen Familie beschäftigt.

Auch ich fing zum Nachdenken an. Auf der einen Seite war der Job bei Hacker Pschorr schon in Ordnung, speziell so wie die Tour mittlerweile eingerichtet war. Für einen kleinen, ungebildeten Metzgerbub blieb ganz schön viel vom Diridari in der Tasche, selbst ohne die manchmal etwas windschiefen "Gschäfterl".
Auf der anderen Seite war mir klar, dass das ein Knochenjob war, der ganz fürchterlich auf die Gelenke und nicht nur dorthin geht. Auch wollte ich nicht so enden, wie so mancher altgedienter Bierfahrer, der morgens um 6 schon 3-4 Bier intus hatte. Oder der Kollege, welcher auf "seiner" Stuttgart-Tour immer erst nachmittags fahren konnte, denn da hatte er einen Kasten Export vernichtet.
Doch meine Möglichkeiten einen Job mit genügend Gehalt zu erhalten, um eine Familie in München zu ernähren war bei meiner Qualifikation nicht ganz einfach. Auch wenn ich der Meinung bin, dass damals ein Quali mit abgeschlossener Berufsausbildung mehr Bildung beinhaltete als heute das Abi in Berlin. Egal, was in Deutschland zählt sind die subjektiven Kriterien. Ohne Papier biste nichts und kannste nichts.

Das Projekt neue Arbeit war umso wichtiger, da wir auch die ursprünglichen Pläne der Familienplanung umsetzen wollten. Wir hatten uns entschieden, möglichst junge Eltern sein zu wollen und zwei Jahre nach dem ersten Kind ein Zweites zu zeugen. Somit waren wir im Herbst 1983 schon leicht im Verzug, da Tobias seit November 1981 auf der Welt war. Glücklicherweise hatte ich keinen "Knebelmietvertrag" unterschrieben und konnte auch nach der Kündigung in der Wohnung bleiben.

Ich folgte dem Rat einer nahen Angehörigen und bewarb mich bei "ihrer" Behörde. Allerdings sollte ich mich auf eine längere Wartezeit und eine intensive Überprüfung meiner gesamten Lebensgeschichte vorbereiten. Das verursachte schon etwas Bauchgrummeln und tatsächlich wurde ich im Bewerbungsgespräch auf ein "Versäumnis" im Fragebogen hingewiesen von dem ich annahm, dass es längst gelöscht war und selbst die Polizei hatte darauf keinen Zugriff.

Jedenfalls lief die Sache und wir konnten uns um die Nachwuchsplanung kümmern. Da Angelika weder rauchte noch Alkohol trank und auch ansonsten keine Einschränkungen vorhanden waren, klappte es ziemlich schnell. Irgendwann eröffnete sie mir, dass sie schwanger sei und damit hatten wir ja schon Erfahrung. Soweit ich mich erinnere verlief die Schwangerschaft bis auf Eisenmangel und häufige Übelkeit reibungslos. Nach dem Desaster bei Tobias Geburt (seither bin ich sehr kritisch und vorsichtig was Ärzte anbelangt), war dieses Mal alles klar und der Termin für den Kaiserschnitt stand schon früh fest.
Am 07. September 1984 war es dann soweit: Ein entzückendes Mädchen erblickte das Licht der Welt.

Nach meiner Erinnerung war Corinna ein pflegeleichtes und anschmiegsames Baby. Es tut mir heute außerordentlich weh und leid, dass sich die Familienchronik in eine nicht gewollte Richtung entwickelte. Letztendlich waren Angelika und ich bereits von Beginn an (also schon bei Tobias) hoffnungslos überfordert, wir hätten niemals heiraten und Kinder zeugen dürfen. Ich war definitiv noch viel zu jung und unreif. Aber "man" machte das halt so und "das wird schon".....
Naja vielleicht schreibt Corinna mal IHRE Erinnerungen und sollte ich da noch leben, werde ich sie neugierig lesen. Obwohl mir bewusst ist, dass der überwiegende Teil was mich betrifft nicht positiv sein wird.

Der nächste Beitrag wird sich ausschließlich mit meiner neuen Tätigkeit beschäftigen, auch wenn ich aufgrund der besonderen Behörde vieles verschleiern muss.

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