Peter Alexander Christerer Erinnerungen

Widmung

Dieses Buch ist jemanden gewidmet, den ich von ganzen Herzen liebe und achte. Noch nie wurde ich von diesem Menschen im Stich gelassen oder gekränkt.

Dieses Buch ist mir gewidmet.

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Endlich war es soweit! 1975 das Jahr der Befreiung, school‘s out forever! Viel gibt es nicht zu sagen zu diesem meinem letzten Schuljahr, höchstens dass ich vorüber gehend gezähmt wurde. Bei der Zuteilung der Lehrer für die insgesamt 3 neunte Klassen an der Walliser Schule, erwischte es mich natürlich mit dem vermeintlichen worst case.

Frau Jakob hieß die alte Dame und sie war sehr gefürchtet. Mir war klar, dass mein Lehrer aus der 8. alles daransetzen würde, mich nicht in der Abschlussklasse zu haben, aber es hätte ja auch der Dritte im Bunde sein können. Bereits bei der ersten Begegnung schepperte es gewaltig, aber im Gegensatz zu den bisherigen Lehrern deeskalierte sie und machte keinen Druck.

Innerhalb kürzester Zeit baute sie mich auf und mir wurde klar, dass das Leben vielleicht nicht nur Pralinen für mich parat hält und ein halbwegs passabler Abschluss ganz nützlich werden könnte. Den Quali zu machen, war damals gar nicht so einfach, es wurden noch echte Kriterien angesetzt. Und es machte mich schon etwas stolz, als eine kleine Gruppe Schüler vor dem Prüfungssaal saß, mein Ex-Lehrer aus der 8. vorbeikam und mich verblüfft fragte: „Wie hast du dich denn hierher verirrt?“. Frau Jacob fuhr ihm sofort in die Parade und giftete ihn an: „Was soll denn das? Peter ist mein bestes Pferd im Stall!“ Dass es rein aus Motivationsgründen war denke ich nicht, dafür war sie einfach zu ehrlich.

Yep mein Leben sollte tatsächlich einen ganz anderen Verlauf nehmen, als ich geplant hatte und ich denke, damit bin ich keine Ausnahme. Ob ich wirklich den qualifizierenden Abschluss gebraucht hätte oder nicht, kann ich im Nachhinein nicht beurteilen, aber klar ist damals wie heute: Einen Schulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung ist das, was in Deutschland zählt.
Im Übrigen wage ich zu behaupten, dass Schulabgänger mit Quali aus Bayern zu dieser Zeit mehr Bildung und Fertigkeiten vermittelt bekommen haben, als heutige Abiturenten in Berlin. Wir konnten noch Mathe ohne Tab und auch in Deutsch brachten wir mehr zusammen als: „Ey Alda, du sein Opfer, hä?

So das dritte Kapitel meiner Geschichte ist abgeschlossen, im 4. Kapitel folgt die Zeit von 1975 - 1978. Kurz aber oho :-)

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