Peter Alexander Christerer Erinnerungen

Widmung

Dieses Buch ist jemanden gewidmet, den ich von ganzen Herzen liebe und achte. Noch nie wurde ich von diesem Menschen im Stich gelassen oder gekränkt.

Dieses Buch ist mir gewidmet.

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Urlaub 1974 als mp3 hören?
Verständlicherweise wollte Liane, die neue Gattin meines Vaters, nicht den Urlaub an dem selben Platz verbringen, wo wir jahrelang als Familie den Urlaub verbrachten und freundschaftliche Beziehungen zu den Wirtsleuten pflegten.
So kam es, dass wir in Mühlbach, nahe Zell am See in Österreich landeten. Für einen 14jährigen (wobei ich mir nicht sicher bin, ob es nicht sogar schon 1973 stattfand), meiner Kategorie alles andere als das Traumziel, denn Wanderungen etc. zählten nicht zu meiner bevorzugten Freizeitbeschäftigung.

Warum es trotzdem gar nicht soooo übel für mich war, hing in erster Linie an zwei Personen. Die erste war ein 15 jähriges Lehrmädchen in dieser Pension, deren Namen ich vergessen habe und an einem auch 15 jährigen Jungen mit Namen Manfred irgendwo aus Düsseldorf oder Umgebung.
Das Mädchen und so sehe ich es selbst heute noch, war eine Granate! Auf ihrer kleinen Stube zeigte sie mir deutlich, dass es verdammt viele Dinge gibt, die Jungs in meinem Alter noch nicht kannten und das obwohl mir ein Mädchenkörper nicht ganz unbekannt war. Dass es nicht zum Geschlechtsverkehr kam (Gott sei Dank, das wäre sicher peinlich für mich geworden), lag ausschließlich an ihr.
Doch wir schworen uns ewige Treue und würden das sicher im nächsten Urlaub fortsetzen, denn für mich war klar, dass dies ähnlich wie vorher Mondsee auf Jahre das Urlaubsziel der Familie sein würde. Und wir kamen tatsächlich 1 Jahr später wieder und die lady war auch noch da. Doch das Entsetzen packte mich, als ich sie sah! Sie hatte sich zu einem Germknödel (Hefeklos) entwickelt oder wie der bösartige Wiener sagen würde: „Wos für a blade Kuh“. Jedenfalls war es das mit großer Liebe und ewiger Treue, ich verzichtete freiwillig.

Manfred hingegen, das war eine andere Nummer. Was wir dort alles anstellten, das war schon Preis verdächtig und ohne, dass wir bei irgendetwas erwischt wurden. Das Erwähnenswerteste war allerdings, als mir Manfred vielleicht das Leben rettete, mich mindestens aber vor einer üblen Verletzung bewahrte und das kam so:
In unmittelbarer Nähe zum Hotel befand sich ein kleiner beschrankter Bahnübergang, der ein paarmal am Tag von Regionalbahnen frequentiert wurde. Auch ein „Bummelzug“ fuhr dort. Die ersten paar Waggons vom Bummelzug waren dem Personenverkehr vorbehalten und dann kamen einige meist leere Anhänger, also ohne Behälter darauf. Ob Manfred oder ich die Idee hatten, eben auf diese leeren Waggons auf zu springen und dann bis Mittersill (ca. 8km) mit zu fahren und auf demselben Weg wieder zurück zu kommen, weiß ich nicht mehr.

Natürlich drosselte der Zug trotz geschlossener Schranke seine Geschwindigkeit extrem und fuhr vielleicht noch 20km/h. Dennoch war es eine ziemliche Herausforderung und Manfred verstauchte sich einmal beim Abspringen den Fuß. Doch der Hammer war als wir - idiotischer Weise kopierten wir irgendwelche Westernfilme, wo die Schauspieler genauso aufsprangen, was aber eigentlich unsinnig ist - wieder einmal ganz flach direkt am Kiesbett genau an den Gleisen lagen und auf den Zug warteten.

Wie so oft konnte ich meine Ungeduld und Neugierde nicht bändigen und hob meinen Kopf, um nach dem Zug zu sehen, damit ich nur ja nicht das aufstehen und aufspringen verpasste. Genau in diesem Moment rauschte der Zug heran und was zumindest ich nicht vorher wusste war, dass bei den Personenwaggons ein Trittbett angebracht war und dieses ca 30cm über die Gleise ragte. Glücklicherweise erkannte Manfred die Gefahr und drückte meinen Kopf ziemlich rasch und massiv wieder ins Kiesbett. Keine 2 Sekunden später rauschte der Zug vorbei und ich bin mir sicher, dass dieser Aufprall an meinem Hals/Kopf nicht glimpflich abgegangen wäre.

Zumindest „verfeinerten“ wir dann unsere Technik und warteten stehend und begannen bereits zu laufen, wenn der Zug noch ein paar Meter entfernt war. Seither schmunzle ich immer, wenn ich einen alten Western mit der „liegenden“ Technik sehe.

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