Peter Alexander Christerer Erinnerungen

Widmung

Dieses Buch ist jemanden gewidmet, den ich von ganzen Herzen liebe und achte. Noch nie wurde ich von diesem Menschen im Stich gelassen oder gekränkt.

Dieses Buch ist mir gewidmet.

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Frösche fangen als mp3 hören?
Nun Geschichten über die Schule und darauf aufbauende Freizeiterlebnisse gäbe es ziemliche viele, doch das würde zu weit führen. Es gab durchaus spannende Ereignisse, wie z. B: die Schlossmauer vom Schloß Fürstenried mit ihrem verrückten Gärtner. Diese Mauer war ca 3 Meter hoch und wir erklommen sie mit Hilfe eines Baumes. Oben angekommen ärgerten wir nahezu täglich den Gärtner und seinen deutschen Schäferhund. Der Mann flippte derart aus, dass er u.a. das Blech oben mit einer klebrigen Flüssigkeit einstrich oder mit einer Mistgabel nach uns warf. Vor Schreck -denn das Ding flog beängstigend schnell in meine Richtung- fiel ich deswegen einmal von der Mauer und zog mir eine äußerst schmerzhafte Rippenprellung zu. Und es gab unzählige Vorkommnisse rund die Schloßmauer.

Buchfüllend wären auch die Storys rund um den Fürstenrieder Wald. Da kam es schon vor, dass der kranke Bauer die Strohhütte anzündete, während wir drinnen unsere ersten Feldversuche an Mädels durchführten. Ebenso schmerzt meine Backe immer noch von der Ohrfeige, die mir mein Vater gab, weil ich ihn wochenlang anlog nur um Peter S. nicht zu verraten, welcher mir mit einem Speer eine tiefe Fleischwunde in der Wade zugefügt hatte. Dass mein Bruder Otto es meinem Vater verraten hatte, wusste ich natürlich nicht.

Eine ganz besondere Marke aber stellte Mario G. dar. Als Sprössling einer Schausteller Familie kam er nur in unsere Schule, wenn Aktivitäten wie Frühlings- oder Oktoberfest in München stattfanden. Nachdem die Rangreihenfolge der Klasse zwischen ihm und mir geklärt war, wurde es richtig spaßig mit ihm und dem Schabernack den er veranstaltete.
Wie alle Schulklassen, hatten wir auch in unserer Klasse einige unangenehme Zicken, da ereilte uns eine geniale Idee. Mir war durch meine früheren nächtlichen Aktivitäten bekannt, dass im Teich des Münchner Waldfriedhofs ziemlich viel Getier lebte. Schließlich war ich dort oft genug mit Karli A. und Jackie U. nachts beim Fischen gewesen.

Also beschlossen Mario und ich, unseren lieben Mädchen in der Klasse kleine Geschenke in Form von Kröten und Fröschen zu machen. Zu diesem Zweck kam Mario morgens gegen 02:30h zu mir, ich hüpfte aus meinem Fenster im Erdgeschoß und wir zogen in den stockdunklen Friedhof. Ziemlich sicher wäre es hilfreich gewesen eine Taschenlampe zu benutzen. Doch leider Fehlanzeige! So stolperten wir blind wie die Maulwürfe, nur darauf bedacht nicht in den Teich zu fallen, rund um die Grünfläche. Wahrscheinlich lachten sich die Frösche halbtot über die zwei Tollpatsche, jedenfalls wir fingen Null Komma Nichts!
Heute bin ich auch nicht mehr so ganz überzeugt, ob es eine gute Idee gewesen wäre, unsere Beute in den Blusen bzw. unter den Röcken der Zickenterroristen zu platzieren. Hätte wahrscheinlich für Ärger gesorgt.

Der Ärger kam in anderer Form, aber nicht weniger heftig. Als wir zurückkamen und in die Tessiner Straße einbogen, war schlagartig Festbeleuchtung angesagt. Dafür sorgten zwei Streifenwagen und ein Sanitätsfahrzeug. Wer von der Familie mein Verschwinden mitbekommen hatte, weiß ich nicht mehr. Jedenfalls brach anscheind so was wie Panik aus, wohl auch wegen der nicht lange zurückliegenden, schrecklichen Ereignisse.
Nachdem alles geklärt war rückten die Offiziellen wieder ab, Mario war längst verschwunden und ich verstand schlagartig das nur in Bayern verbreitete 11. Gebot: „Du sollst dich nicht erwischen lassen!“ Die härteste Strafe war jedoch, dass ich bei den hochnotpeinlichen Kreuzverhören irgendwann verriet, dass eben Mario mit von der Partie war. Und was macht Liane? Riiiichtig, sie schleppt mich in den Maxhof wo Mario wohnte und petzte alles seiner Mutter. Peinlicher geht’s nicht!
Jedenfalls herrscht seither abgrundtiefe Feindschaft zwischen Fröschen, Kröten und mir.

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