Erinnerungen von Peter Alexander Christerer

Peter Alexander Christerer


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Widmung

Dieses Buch ist jemanden gewidmet, den ich von ganzen Herzen liebe und achte. Noch nie wurde ich von diesem Menschen im Stich gelassen oder gekränkt.

Dieses Buch ist mir gewidmet.

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#K01-05 - Die Lohmeiers und der Herr Steinachermp3

Das Jahr 1966 und Onkel Hugo war bereits ausgezogen. Hannes, Herbert und ich spielten im Umfeld unseres Häuserblocks. Dabei fielen uns am Hinterausgang des Katra Marktes, geführt von Herrn Steinacher drei lange Neonröhren auf, welche unverpackt an die Mülltonnen angelehnt waren. Die erste Science-Fiction Serie „Raumpatrouille – Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion“ war gerade im deutschen Fernsehen ausgestrahlt worden und natürlich waren wir drei Universum Helden. Sofort bezogen wir gegenüber in den Gebüschen Stellung und bewarfen die Neonröhren mit kleinen Steinchen. Irgendwann reichte es Hannes, todesmutig rannte er über Straße und zerstörte mit einem großen Stein mindestens eine der Neonröhren. Nun das Geschepper verursachte Lärm und so was bedeutete für uns Rabauken schon immer: Flucht ergreifen!

Logisch hatten wir ein schlechtes Gewissen und dann geschah das Fatale: Herbert die Pflaume lief wie immer, wenn er was angestellt hatte, nach Hause und legte sich ins Bett. Somit war für Frau Lohmeier klar, irgendetwas hat er angestellt, denn am helllichten Tag legte sich damals kein Junge ins Bett.
Ich rannte um das Haus und warf mich bei der Hausnummer 165 in der Tessiner Straße ins Gras hinter einem Steinvorsprung. Nur Hannes die Pfeife, der Verursacher des Schlamassels, wurde von Herrn Steinacher erwischt.
Doch was macht Hannes? Er übt Verrat und sagt „es war der Christerer Peter“ und zeigte auch noch mein Versteck. Ok Hr. Steinacher behauptete ALLE 3 Röhren wären kaputt und sie waren neu! Eine sollte angeblich 12 DM gekostet haben. Also was tun. Da kam der glorreiche Peter auf die Idee nach Hause zu gehen und Oma zu erklären, dass Onkel HUGO noch Schulden bei Hr. S. in Höhe von 36 DM hatte.

Oma zweifelte stark an dieser Geschichte, gab mir trotzdem das Geld und ich marschierte stolz wie Oskar zu S. und bezahlte. Schon war alles geritzt. Allerdings nur bis zum nächsten Tag. Als nämlich Oma zum Einkaufen ging, sprach sie natürlich die vermeintlichen Schulden von Onkel Hugo an und das war das Ende von Raumschiff Orion samt Besatzung. Ich denke die Summe wurde mit den Lohmeiers geteilt und ich möchte hier nicht ausführen, welche dramatischen Folgen dies für die Länge meiner Ohren und die Kürzung meines Taschengeldes bedeutete.

Im nachhinein stellen sich bei mir allerdings starke Zweifel an der Korrektheit von Herrn Steinacher ein. Ob die Neonröhren wirklich neu waren und ob wirklich alle drei kaputt gegangen sind, das erscheint mir zumindest sehr fragwürdig.

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