Erinnerungen von Peter Alexander Christerer

Peter Alexander Christerer


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Widmung

Dieses Buch ist jemanden gewidmet, den ich von ganzen Herzen liebe und achte. Noch nie wurde ich von diesem Menschen im Stich gelassen oder gekränkt.

Dieses Buch ist mir gewidmet.

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#K01-02 - Onkel Hugo der Spaßvogel mp3

Onkel Hugo war genau das, was kleine Kinder lieben. Single und somit mit viel verfügbarer Zeit, kinderlieb und mit einem Herz so groß wie ein Bergwerk ausgestattet, zumindest aus Sicht eines 3-jährigen. Selbst unglaublich verspielt, brachte er häufig kleine Geschenke mit nach Hause. Oft jedoch solche, die den Eltern nicht gerade Freude bereiteten.

Einmal brachte er mir eine absolute Neuheit in Form eines Fallschirmspringers der per Schleuder in die Luft geschleudert wurde und am höchsten Punkt dann den Fallschirm öffnete und sanft zu Boden gleitete. Was heute noch nicht einmal ein Gähnen verursacht, war 1964 herausragend.
Doch wie so oft geschah ein kleines Missgeschick mit einem Geschenk von Onkel Hugo. Er selbst katapultierte kraftvoll den Springer nach oben und dieser landete in einem der vorm Haus befindlichen Bäume. Kein Problem dachte sich Onkelchen und benutzte die Schleuder als Steinschleuder um den Springer zu befreien. Hätte möglicherweise funktionieren können, wenn nicht vorher eine Fensterscheibe von der Familie Voit im 3. OG kaputt gegangen wäre.
Noch ein Unterschied von damals zu heute: Nachdem der Sachverhalt mit den Voits geklärt war, wurde der arme M02-hugo-spassvogel.mp3ann mit vereinten Kräften in einer abenteuerlichen Aktion mit Hilfe eines verlängerten Besenstils aus seinem Baumgefängnis befreit.
Geändert am 09.04.2019
Mein Bruder Otto war - nach seinen eigenen Angaben :-) - der Junge mit dem Messer.
Es betraf auch nicht Tante Zenta, sondern eine Frau Holzner, eine Freundin von Oma.
Ebenso stellt das Bild nicht Tante Zenta, sondern Tante Fanny dar, das entferne ich dennoch nicht, weil von Tante Zenta habe ich keines. Auch das MP3 File ändere ich nicht, dafür wäre mir der Aufwand zu groß.


Aber Onkel Hugo konnte auch unangenehm werden und zwar dann, wenn er nicht pünktlich sein Abendessen bekam. Reichardt Oma bereitete ihm das zu und Hugo war nach dem Essen und einer Maß Bier wieder der friedlichste Mensch.

Hier die richtige "Messergeschichte", dankenswerter Weise von meinem Bruder Otto zur Verfügung gestellt.
Die Geschichte mit dem Messer habe ich in anderer Erinnerung. Die betraf nicht Tante Zenta und dich, sondern Frau Holzner und mich. Frau Holzner war eine Freundin von Oma aus der Pfarrei Heilig Geist, wo Oma ja sehr aktiv war und auch nach dem Kriegsende sehr viel beim Wiederaufbau getan hatte. Der alte Stadtpfarrer und später Prälat und "päpstlicher Geheimkämmerer" Monsignore Konrad Miller ging ja bei uns ein und aus, und er war auch einer der wenigen, der sich sehr lange gegen die Reform wehrte, bei der Messe zum Volk zu sehen. Deshalb spielte sich das Ganze in der Küche der Hochbrückenstr. ab, wo Onkel Hugo in einem "Alkoven, eine abgetrennte Nische eines Zimmers, mit kammerähnlichem Charakter" (Wiki) residierte. Den konnte man mit einem Vorhang von der Küche verschließen. Jedenfalls kam besagte Frau Holzner immer wieder zu Besuch und ging und ging und ging nicht. Einmal schickte er mich mit einem (stumpfen!) Marmeladenmesser von seinem Zimmer aus zur Diele wo sich Oma und Frau Holzner im Gespräch vertieft befanden. Ich sollte zu Frau Holzner gehen und mit erhobenen Messer „abstechen, abstechen“ sagen.
Glücklicherweise war sie schwerhörig und die undeutliche Aussprache verstand sie nicht. Aber Oma verstand sehr wohl und kannte auch den Verursacher, was im Anschluss zu heftigen Diskussionen zwischen den beiden führte.

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