Peter Alexander Christerer - Erinnerungen

Widmung

Dieses Buch ist jemanden gewidmet, den ich von ganzen Herzen liebe und achte. Noch nie wurde ich von diesem Menschen im Stich gelassen oder gekränkt.

Dieses Buch ist mir gewidmet.

Gästebuch (6 Beiträge) Begonnen: Sommer 2018, beendet: noch nicht! Anregungen, Kritik, Kontakt ---> eMail
Inhaltsverzeichnis Zuletzt aktualisiert: K05 Die neue Wohnung Teil 1 Tagebuch Genussbayer

Umzug ins neue Domizil

Nach erfolgtem Umzug von Fürstenried nach Solln, fühlte ich mich in der neuen Umgebung zuerst überhaupt nicht wohl. Schließlich hatte ich mein ganzes Leben (die ersten 3 Jahre waren irrelevant) in Fürstenried West verbracht. Und so fuhr ich in der ersten Zeit nahezu jeden Tag am Nachmittag nach Fürstenried und besuchte Familie Neidlinger.
Der Umzug mit dem Geschäft war für mich eher zweitrangig und brachte eher Vor- als Nachteile. Wie das alles ablief, hierzu habe ich keine Erinnerung mehr. Tatsache war, dass ich die erste Zeit noch mit Schrott Oma zusammen im Gartenhaus leben musste und das ging gar nicht!

Glücklicherweise wurde eine Wohnung in ihrem 3 Familienhaus im 2. Stock schnell frei und sie zog dort ein. Von da an ging es rund im Gartenhaus! Da Bäääda lies die Sau raus. Welcher 16jährige hatte schon eine permanent sturmfreie Bude, frei von Nachbarn zumindest was den Geräuschpegel anbelangte und zudem den Schlüssel zur Wurstküche, die für unbegrenzten Würstchennachschub sorgte?

Das Gartenhaus bestand aus 2 Zimmern (das zweite war für - zumindest männliche - Besucher tabu, dort war auch meine „Nasszelle“ in Form eines Waschbeckens und einem Boiler) einem Keller, einer Küche und einem Dachboden. Dachboden und Keller waren wichtig, denn wenn ich mal wieder auf der „Flucht“ vor meinen Freunden war, die meinten mich zu jeder Nachtzeit aufsuchen zu können, schlief ich einfach dort und jeder dachte ich sei nicht zuhause.

Ich war (bin) bekennender Beethoven Fan, in erster Linie von der 9. Symphonie, denn da konnte ich mitsingen. Allerdings so schräg, dass mich Günter N. einmal sogar auf Band aufnahm, um einen Beweis für meine Unbegabtheit zu haben. Das bemerkte ich nicht einmal, denn ich hatte ein Konstrukt aus zwei von Günter R. selbstgebauten riesigen Bassreflex Boxen die einen Spalt auseinander standen und von oben mit 2x 80W Sinus Lautsprechern abgedeckt wurden. Dann legte ich mich mit einem Kissen in die Lücke und der Punk ging ab, bis zur Schmerzgrenze.
Das Problem war, dass ich jetzt die Türklingel ganz vorne (30-40m entfernt) an der Einfahrt nicht mehr hörte. Rainer „Eddi“ E. löste das ganz elegant, indem er die Leitung mit einem großen sehr hell leuchtendem ROTEN Strahler verband. Ich denke die Nachbarn dachten eher an ein Bordell, als an einen 16jährigen Metzgerlehrling.

Schließlich begann ich schon bald mit den ersten Kochversuchen. Gut Würstchen warm machen oder Leberkäse abbruzzeln, waren jetzt nicht die großen Herausforderungen. Allerdings kannte ich den Spruch „mit Speck fängt man Mäuse“, also war der Plan, mit meinen Kochkünsten ein paar der außerordentlich attraktiven Mädels aus der Umgebung in die Falle bzw. das Gartenhaus zu locken.
Schon immer experimentierfreudig versuchte ich mich an allem Möglichen und das Versuchskaninchen war meistens Rainer „Eddi“ E., manchmal auch Reiner R. Eines Tages wollte ich den beiden etwas ganz Besonderes auftischen. Ich lud sie ein, verschwieg was für ein Gericht auf den Tisch kommt und sie beide mussten erraten, was ich ihnen für eine Köstlichkeit serviert hatte.

Kurzum es war ein Desaster! Von gebackenen Fisch über Kalbsschnitzel bis hin zu hart gewordenem Kaugummi und vieles mehr, wurde ziemlich alles genannt. Dass es sich um ein paniertes Kuheuter handelte, auf diese glorreiche Idee kam allerdings keiner der beiden kulinarischen Nieten.
Es kam wirklich in der Konsistenz und ich denke sogar im Geschmack einem dieser transparenten Radiergummi ziemlich nahe. Über die handwerklichen Fehler (fing schon damit dann, dass ich 5 cm dicke Scheiben, anstatt sehr dünne verwendete) will ich jetzt mal den Mantel des Schweigens ausbreiten, das wäre ein eigener Kurzroman aufgrund der Menge.
Doch es gab zwei ganz wesentliche Erkenntnisse:
1. Das mit der Falle und den Mädels wurde unverzüglich ad Acta gelegt und
2. ein Kühlschrank musste dringendst beschafft werden!
und somit sind wir bei der nächsten Story „Herbert und der Kühlschrank“ angelangt. Das lieber Herbert, war dein Meisterstück und an diesem Tag wollte ich dir ein paar Ohrfeigen verpassen und dir das Buch mit dem Titel: „How to make friends and influence people“ schenken.

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Herbert und der Kühlschrank