Peter Alexander Christerer - Erinnerungen

Widmung

Dieses Buch ist jemanden gewidmet, den ich von ganzen Herzen liebe und achte. Noch nie wurde ich von diesem Menschen im Stich gelassen oder gekränkt.

Dieses Buch ist mir gewidmet.

Gästebuch (6 Beiträge) Begonnen: Sommer 2018, beendet: noch nicht! Anregungen, Kritik, Kontakt ---> eMail
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Freizeitheim Fürstenried West

Fürstenried West war damals ein kinderreicher Stadtteil und man versuchte der Jugend etwas zu bieten. Irgendwann in den 1960ern stellte man dann den Freizeittreff Fürstenried West zur Verfügung. Viel ist mir von den pädagogischen Angeboten nicht in Erinnerung geblieben. Die fanden zwar statt, aber mich interessierte entweder Kickern oder mit den „Großen“ rumhängen.

Wenn ich mich richtig erinnere hatten Jugendliche bis höchstens 17 Jahre Zutritt, obwohl die Volljährigkeit ab 18 erst 1975 eingeführt wurde. Am Samstag gab es öfters am Abend eine Party, natürlich eigentlich nicht für Kinder in meinem Alter. Ich begann mit 11 also kurz nach Wiggerls Tod dort häufiger aufzutauchen und meine „Paten“ sorgten schon dafür, dass die Heimleitung keinen Stress machte. Von diesen sind mir nur noch „Raspe“ und Günter mit dem Gerstenkorn in Erinnerung.

Das Freizeitheim stellte alles Mögliche dar, war aber sicher nicht pädagogisch wertvoll für die „harten“ Fürstenrieder Gangmitglieder. Im Gegenteil, dort wurde so ziemlich alles geplant was nicht unbedingt legal war, schön beschützt von Sozialpädagogen. Und es war alles vertreten. Vom dummen Schläger wie Richard „Ritschi“ S. der nur durch Brutalität überzeugen konnte, ansonsten eher ein Hänfling war, über Allroundkriminelle wie Karli und Jackie, hin zu hardcore dealern wie Tachi.
Aktualisierung am 30.05.2019:
Dank Herbert Bilder vom Freitzeitheim im Mai 2019. Viel geändert hat sich aber schon überhaupt nicht!
Und nicht zuletzt waren oft andere Banden wie die Blumenauer, die Aubinger, das Valley und einige andere mehr vertreten. Es wurden genauso oft Allianzen geschlossen, wie massive Schlägereien stattfanden. Hin und wieder wurde ich als Jüngster zu einem „hochrangigen“ Gang Mitglied der Konkurrenz geschickt um ihn „anzubohren“. Wenn der aggressiv wurde und mir eine „einschenkte“, kamen die „Alten“ Fürstenrieder wie Werner S., Bernhard G oder andere und halfen mir. Sofort war eine Riesenschlägerei im Gange. Schuld waren dann natürlich die anderen, weil sie den „Kleinen“ angegriffen hatten.

Es wurden aber auch lustige Aktionen veranstaltet, wie im nächsten Beitrag mit der Geschichte vom „Grünen Manderl“ kurz angerissen wird. Ein highlight war es für mich, auch mal in Discos wie das Atlantis (Schiff) in Gröbenzell oder das Forum in Germering mitgenommen zu werden. Als Fazit bleibt: Meist war es ganz okay, aber häufig auch kriminell im Freizeitheim Fürstenried.

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