Peter Alexander Christerer - Erinnerungen

Widmung

Dieses Buch ist jemanden gewidmet, den ich von ganzen Herzen liebe und achte. Noch nie wurde ich von diesem Menschen im Stich gelassen oder gekränkt.

Dieses Buch ist mir gewidmet.

Gästebuch (6 Beiträge) Begonnen: Sommer 2018, beendet: noch nicht! Anregungen, Kritik, Kontakt ---> eMail
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Kindergarten und Schulbeginn

Kindergarten und Schulbeginn, bzw. die gesamte Schullaufbahn sind eher ziemlich dunkle Kapitel in meinem Leben. Bereits die Ankündigung demnächst täglich am Vormittag den Kindergarten zu besuchen und somit meine geliebte Oma und Umgebung verlassen zu müssen, verursachte Panikattacken.

Doch es half nichts ich wurde gezwungen den katholischen Kindergarten St. Matthias zu besuchen um mich auf den Ernst des Lebens, sprich Schule vorzubereiten. Schon da dämmerte es mir, dass das mit Schule und mir nicht das Optimale werden wird. Und es kam wie es kommen musste: Die ersten Wochen war ich nur mit mehr oder weniger Gewalt, begleitet von ziemlichen Geweine und Gezeter, in den Kindergarten zu verfrachten.

Im Kindergarten selbst - auch das zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben - fiel ich durch meine „Steifheit“ und Ungeschicklichkeit auf und das konnte ich nur durch Härte gegenüber den anderen Kindern oder Frechheiten den Kindergärtnerinnen gegenüber, kompensieren. Zu der Zeit im Kindergarten habe ich seltsamerweise keinerlei Erinnerung zu irgendwelchen besonders herausragenden Vorfällen, im Gegensatz zu den ersten Schuljahren.
Aktualisierung am 30.05.2019:
Dank Herbert Bilder von der Schule im Mai 2019. Viel geändert hat sich aber schon überhaupt nicht!

Schulbeginn in der Grundschule an der Walliser Str. war im September 1966 und die Neugierde war schon sehr groß, was ich für neue Menschen kennenlernen würde und - wie man heute sagt - was so abgeht. Natürlich gab es eine riesige Schultüte und ein paar Geschenke. Doch die Ernüchterung folgte sehr schnell! Stundenlanges stillsitzen, stundenlanges leise sein, ständig nach etwas gefragt zu werden, was man doch gar nicht weiß. Ich dachte damals, dass Lehrer gescheite Leute wären, also warum fragten sie dann andauernd?
Wenigstens der Schulsport war erträglich, denn durch meine Kraft, war ich im Tauziehen immer ganz vorne mit dabei, ebenso bei Ballspielen mit der Hand wie Völkerball. Und noch etwas war eine feine Sache: Die Typen welche jenseits der Graubündner Straße ( war so etwas wie eine Grenze) wohnten, lernte man jetzt kennen und da waren schon ein paar coole Typen dabei.

Neben mir saß geraume Zeit Peter Grosser, der Sohn von Peter Grosser, dem Kapitän des TSV 1860 München, dem deutschen Fußballmeister von 1966. Yep das war schon was. Grossers waren übrigens extrem nette Menschen ohne jegliche Starallüren und Frau Grosser hatte immer etwas für uns parat, wenn wir mal bei Peter zuhause waren. Leider hat die Familie schwere Schicksalsschläge ertragen müssen. Beide Söhne verstarben früh. Peter als 19jähriger 1979 bei einem Verkehrsunfall und Thomas der exakt 5 Jahre jünger war als ich, verstarb kurz vor Vollendung seines 43. Geburtstages während eines Hallentrainings in Unterhaching.

Ein weiterer riesiger Vorteil war, dass meine älteren Brüder auch an der Schule waren. Ok, Otto war nicht so relevant, er war einfach zu alt. Aber Wiggerl, das war herausragend! Als 6-jähriger einen Bruder zu haben, der 4 Jahre älter ist und zudem so eine Art „Anführer“ darstellte, denn ob er damals schon seine legendäre „Wiggerl Clique“ anführte, das weiß ich nicht mehr so genau. Jedenfalls wurde ich mehr oder weniger unantastbar, speziell von den 2. und 3. Klässlern, die uns Zwerge natürlich terrorisierten. In meiner Klassengemeinschaft war das ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Der nächste Beitrag ist zwar kurz, aber beschreibt zugleich einen der drei traurigsten Abschnitte meines Lebens. Selbst jetzt, beim Schreiben was vor fast 50 Jahren geschah, sind Tränen in meinen Augen und ich denke an den Song von Pink Floyd „wish you were here“. Es folgt die Geschichte von Ludwig „Wiggerl“ Christerer aus der Sicht eines damals 10-jährigen Kindes.

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Ludwig "Wiggerl" Christerer